Intern

Interne Weiterbildung der Fahrlehrer und Instruktoren vom 06.11. bis 10.11.2009 in Avignon, Südfrankreich


Nach der Saison ist Vor der Saison!!!


Weiterbildung der Instruktoren in der Französischen Provence.

Die Motorradsaison 2009 ist so gut wie vorbei, die Planung und Organisation der Saison 2010 ist in vollem Gange. Die Termine für die Veranstaltungen 2010 werden festgelegt und sind in Kürze auf unserer Homepage einzusehen.

Doch bevor die Maschinen für die Winterpause eingemottet werden, haben wir uns entschlossen einen letzten Fahrerlehrgang für die Instruktoren durchzuführen. Mit dem Iveco und einem Anhänger reisten die Motorräder in Frankreich an, der Rest folgte mit dem Pkw, da alle Teilnehmer schon geradeaus fahren können.

In der Hoffnung bessere Wetterverhältnisse zu finden, verlegten wir unseren Startpunkt vom Münsterland in die französische Provence. Wir, Uwe, Heiner und Andreas haben hier unsere Instruktoren Manfred, Martin, Markus, Michael und Tobias getroffen, um mit ihnen das Motorradfahren in Theorie und Praxis zum Thema zu machen und natürlich auch Spaß zu haben.

La Nesquiere., ein Weingut ca 20 Km östlich von Avingnon ist uns von einigen vorherigen Reisen in bester Erinnerung und war auch dieses Mal der Ausgangspunkt unserer Reise.
Hier etwa 1200 km südlich von Münster hofften wir auch zu dieser späten Jahreszeit optimale Bedingungen zum Motorradfahren zu finden und Madame Isabelle hatte uns auch in den Jahren zuvor auf`s Feinste bekocht. Dass es auf einem südfranzösischen Weingut köstlichen Rotwein gibt versteht sich von selbst.

Das mit dem mediterranen Klima und dem schönen Wetter ließ uns auf unserem ersten Ausflug am 07.11..09 leider im Stich. Temperaturen um die 12 Grad ließen uns zunächst hoffen, dass unser Trip in die westlichsten Ausläufer der Alpen mehr als angenehm würden und bis zum Mittag sah es auch so aus. Bei der mittäglichen Pause zeichnete sich die nun folgende Wasserschlacht aber schon ab. Rund um uns herum verdeckten dunkle Wolken die Bergkuppen und ließen das nun folgende Wasserspiel bereits erahnen. Egal welche Himmelsrichtung, es gab keinen Ausweg. Es folgten 120 Km wassergefüllte Bergstraßen und Orte bis wir am späten Nachmittag unser Quartier erreichten. Leichte Verluste an Teilnehmern waren im Feierabendverkehr nicht zu vermeiden, konnten aber dank Handy schnell wieder eingesammelt werden.

Nach dem nassem praktischen Teil des Tages ging es beim theoretischen Teil des Tagesprogramms vornehmlich um technische und fahrdynamische Aspekte des Motorrads, wobei ,quasi nebenbei, auch die Vermittlung dieser Inhalte an den Kunden Gegenstand der Gespräche war, Ein guter Motorradfahrer ist nicht automatisch auch ein guter Instruktor, weil die Vermittlung teilweise komplizierter technischer Zusammenhänge auf einem auch für Laien verständlichen Niveau eine besondere Kunst ist, die wir hier besonders trainieren wollten. Und Motorradfahren können unsere Instruktoren, das konnten wir heute sehen.

Der zweite Tag sollte uns in die Cevennen, also in die Bergwelt etwas westlich unserer Unterkunft führen. Doch bei der Anreise durch die Ebenen des Rhonedeltas blies uns der Mistral bei blauem Himmel derart ins Gesicht und versaute uns die Linie dass wir beschlossen, uns Richtung Osten in die etwas geschützteren Berge zu bewegen. Leider war der Mt. Ventoux auf ca. 2000 m schon zugeschneit, aber drum herum fanden wir zig Kilometer einsamer kurvenreicher Bergstraßen, die das Fahren zum Hochgenuss machten. Sobald man die Ortschaften auf den Nebenstrassen verlässt führen Dich die Straßen in die schönsten serpentinenreichen Bergstraßen des Luberon.

Über Apt , Aix en Provence und unzählige kleine Orte dazwischen, die man nur durch kurzes Runterschalten bemerkte, führte uns der Weg zu Rennstrecke Paul-Ricard und von dort nach einem Tankstop zum Mittelmeer. Nachdem wir in der Nähe von Cassis den Fuß ins Meer getaucht hatten stellten wir fest, dass der Tag zuende ist und so fuhren wir in der Dunkelheit über die Autobahn auf kürzestem Weg nach Hause. Dankenswerterweise im Trockenen und bei akzeptabler Außentemperatur.

Nachdem wir nun etwas später auf La Nesquiere eintrudelten blieb uns nur wenig Zeit, um vor dem Abendessen die didaktischen Aspekte von Bremsen und Kurven fahren zu thematisieren. Aber für einige Vortragsübungen blieb schon noch ausreichend Zeit, ohne das Programm zu sprengen. Das war heute schon eher ein Tag nach dem Geschmack eines Motorradfahrers, bis 15 Grad, blauer Himmel mit einzelnen Haufenwolken, trocken und dieses herrliche blaue Licht das man nur im Süden am Mittelmeer sieht.

Der letzte Tag führte uns wieder in das Luberon, wobei das Merken der Routen eigentlich wenig Sinn macht. Sobald man die Orte verlässt und man sich über die kleinen Strassen in die Berge schraubt findet man die schönsten kurvenreichen Strassen. Für Motorradfahrer macht das einfach nur noch Spaß. Nachdem wir uns durch die Berge haben treiben lassen und die herrlichen Wege genossen haben, kontrollierten wir auf der Karte wo wir gelandet sind und legten dann nach einem Cappucino den weiteren Verlauf fest.

Auch der letzte Tag endete mit einer theoretischen Lerneinheit, doch wurden zuvor alle Motorräder und großen Gepäckstücke auf Lkw und Anhänger verladen.

Das Ziel die Instruktoren, die uns im letzten Jahr zum ersten Mal begleitet haben, kennen zulernen, ist uns nach dieser Weiterbildung gelungen. Die Teilnehmer ihrerseits hatten trotz der anfangs befürchteten theoretischen Anteile Spaß an der Veranstaltung, denn geschlossen war man der Meinung, diese Veranstaltung sollte wiederholt werden. Wenn ihr einen unkommentierten Einblick in diesen Ausflug bekommen wollt schaut Euch die Galerie an. Dort werden die Bilder der Teilnehmer präsentiert und wir wünschen euch viel Spaß beim Betrachten der Tour.

Andreas Potthoff

© Große Westhues GmbH 2009